Projekt:Leben im Mosaik (LiMo)

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Leben im Mosaik

Leben im Großfamilien-Mosaik

Auf dem Weg zu einer größeren Hausgemeinschaft

Wir leben in einer Hausgemeinschaft in der Kaiserstraße: elf junge Erwachsene und ein Kind bewohnen zwei Wohngemeinschaften auf einer Etage des Hauses. Wir sehen uns als alternative familiäre Lebensgemeinschaft, die überwiegend aus Berufstätigen besteht, aber auch Studierende, Arbeitssuchende und Kinder umfasst. Wir sind überzeugte Singles, aber auch Paare und (Klein-)Familien.

Unser Gemeinschaftsgefühl geht weit über eine normale „Nachbarschaft“ hinaus und entwickelt sich hin zu einem „Großfamilien-Mosaik“ – die Selbstverständlichkeit des gemeinsamen Seins, individueller Freiräume und der Beiträge zum alltäglichen Beisammensein, sowie das gegenseitige Verantwortlichkeitsgefühl und das Austarieren zwischen individueller Entfaltung und Zusammenhalt sind wesentlich hierfür.

Die beiden Wohnzimmer und Küchen werden gemeinsam genutzt, die Grenzen zwischen den Wohngemeinschaften verschwimmen durch Schlüsselaustausch, spontane Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten der Freizeitgestaltung, wie beispielsweise Ausflüge, Reisen, Sportaktivitäten, große Partys und Wohnzimmerkonzerte.

Aufgrund eines erhöhten Platzbedürfnisses hat sich dieses Nachbarschaftsgefüge inzwischen auf „Außenstellen“ in der Weser- und Moselstraße ausgeweitet: Einige ehemalige Mitbewohner dort sind unserer Gemeinschaft eng verbunden und gehen weiter ein und aus, als gäbe es keine räumliche Trennung zur Hausgemeinschaft der Kaiserstraße.

So genießen wir unseren bunten Alltag – das Leben im „permanenten Ausnahmezustand“.

Darauf wollen wir aufbauen und uns langfristig weiterentwickeln – auf mehr Wohnfläche und mit vielfältigeren Entfaltungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Unser Ziel ist es, in einer inklusiven, heterogenen und solidarischen Wohn- und Lebensgemeinschaft ein dauerhaftes Zuhause für Erwachsene mehrerer Generationen und Kinder zu schaffen. Wir wollen nachhaltig, kreativ und engagiert leben, und ein Lebensumfeld erzeugen, in dem jedeR BewohnerIn sich geborgen und akzeptiert fühlt. Gemeinsames Sein und Erleben muss nicht aktiv organisiert sein, sondern ist integraler und gelebter Bestandteil des Zusammenlebens. Und schließlich wollen wir durch die Schaffung von Freiräumen für vielfältige kulturelle, (bildungs-) politische und soziale Initiativen das Leben und den öffentlichen Raum im Stadtteil mitgestalten.