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Aktuelles aus dem Netzwerk – Nr. 107, Dezember 2023

Liebe Wohnprojekt-Interessierte,
Liebe Netzwerker:innen,

ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr nähert sich dem Ende.
Die Frankfurter:innen haben einen neuen Oberbürgermeister gewählt und in Hessen wird es wohl eine neue Koalition geben. Die gestiegenen Baukosten und Zinsen haben gemeinschaftliche Wohnprojekte in erhebliche Bedrängnis gebracht und zusätzlichen Beratungsbedarf bewirkt. Und auf Bundesebene wurde aufgrund der Haushaltssperre das Förderprogramm auf Eis gelegt, das den Erwerb von Genossenschaftsanteilen betrifft. Wir sind gespannt wie - aber durchaus hoffnungsvoll dass - es weitergeht. Wo es möglich und nötig ist, mischen wir uns ein. Wie zum Beispiel bei der Neuen Wohngemeinnützigkeit, die aktuell auf Bundesebene intensiv diskutiert wird. Denn der Wunsch nach gemeinschaftlichem Wohnen übersteigt bei weitem das vorhandene Angebot. Dies zeigt sich deutlich beim Beratungsbedarf, in Frankfurt und auch bei der Landesberatungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen in Hessen. Diese hat weiter Fahrt aufgenommen - viele Runde Tische, Vernetzungsworkshops und Informationsveranstaltungen in ganz Hessen haben Gemeinschaftliches Wohnen auch in kleineren Kommunen bekannt gemacht. Das Thema stößt auf großes Interesse und wir beobachten insgesamt eine wachsende Nachfrage.
Wir bleiben bei allen Entwicklungen am Ball und werden uns weiterhin für Gemeinschaftliches Wohnen stark machen - nicht nur weil es uns eine Herzensangelegenheit ist, sondern weil es die Vernunft gebietet.

Wir wünschen frohe Weihnachten und kommen Sie gut ins neue Jahr,
Ihr Team der Koordinations- und Beratungsstelle aus dem Netzwerk-Büro
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In eigener Sache

Treten Sie ein

Sie finden Gemeinschaftliches Wohnen interessant und spielen mit dem Gedanken, selbst einmal in einem Wohnprojekt zu leben? Sie wollen eine Initiative gründen und sind auf der Suche nach Mitstreiter:innen?
Werden Sie Mitglied im Verein und Teil des Netzwerks!
Wir freuen uns über Ihren Mitgliedsantrag - sei es als Wohngruppe, Wohninitiative oder Einzelperson.

Weihnachtszeit ist Spendenzeit

Das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen ist ein gemeinnütziger Verein und freut sich über jede kleine und große Spende. Die Spenden nutzen wir, um das Thema auf der städtischen, der Landes- und der Bundesebene weiter voranzubringen und uns bei politischen Entwicklungen Gehör zu verschaffen.
Schreiben Sie bitte in den Überweisungsbetreff SPENDE. Bei Spenden unter 300 € genügt dem Finanzamt der Kontoauszug. Bei Spenden über 300 € bitte zusätzlich zu SPENDE Namen und Adresse im Betreff vermerken, dann schicken wir eine Spendenbescheinigung zu.
Spenden Sie gerne reichlich auf unser Konto:
IBAN: DE12 4306 0967 6009 4643 00 bei der GLS Gemeinschaftsbank eG

Wir bedanken uns herzlichst für alle kommenden Gaben!
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Aus dem Netzwerk

Das Netzwerk unterwegs - innerhalb der Stadtgrenzen

Beim ersten Info- und Vernetzungsabend in Niederursel zu dem geplanten Mietprojekt des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts kamen so viele Interessierte, dass noch weitere Stühle geholt werden mussten.
In den letzten Wochen war Mario Como auf zahlreichen Veranstaltungen zugegen. Beim 5. Hafengespräch im Gutleutviertel verdeutlichte er, welchen Beitrag gemeinschaftliche Wohnprojekte zur Quartiersentwicklung im Gutleut-West leisten können. In Harheim stellte er auf der Sitzung des Ortsbeirats 14 alternative Wohnideen vor, verwies auf die guten Erfahrungen mit dem in Harheim beheimateten Wohnprojekt Hestia und machte auch die kommenden Ausschreibungen zu Konzeptverfahren im Mietmodell in Niederursel und im Hilgenfeld bekannt - s. hierzu FR-Artikel

Das Netzwerk unterwegs - außerhalb der Stadtgrenzen

Neben ihren zahlreichen Alltagsterminen folgte Birgit Kasper einer Einladung nach Hamburg ins THE NEW INSTITUTE. In der 2020 gegründeten Denkfabrik werden international tragfähige Zukunftskonzepte von Wissenschaftler:innen aus aller Welt entwickelt. Der dortige Austausch und die Verortung gemeinschaftlichen Wohnens im Kontext der aktuellen Ansätze und Methoden der Transformationsforschung wirken inspirierend und nachhaltig nach.
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Stellenausschreibung

Fachliche Leitung des Arbeitsbereichs "Innovative Wohnprojekte" in der Stabsstelle Wohnungsmarkt gesucht

Sie wollen sich beruflich dafür einsetzen, dass innovative, gemeinschaftliche Wohnprojekte in der Stadt Frankfurt am Main entstehen? Dann bewerben Sie sich bis zum 12. Januar 2024 beim Frankfurter Amt für Wohnungswesen auf die Stelle der fachlichen Leitung für den Arbeitsbereich "Innovative Wohnprojekte", der bei der Stabsstelle „Wohnungsmarkt, Mietrecht, innovative Wohnprojekte“ angesiedelt ist.
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Netzwerk-Veranstaltungen

Do., 11.01. | 18:30 - 20 Uhr | Online - Infoabend: Finanzierung

Die Veranstaltung findet online über die Software Zoom statt und ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist erforderlich.
Der Infoabend für Neuinteressierte startet mit einer kurzen Einführung ins Thema gemeinschaftliches Wohnen. Anschließend dreht sich alles um die Frage, wie man ein Wohnprojekt finanziert. Vermittelt werden Grundlagen der gemeinschaftlichen Immobilienfinanzierung.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an info@wohnprojekte-hessen.de
Weitere Informationen

Do., 25.01. | 20:30 - 22 Uhr | Online - Infoveranstaltung: Genossenschaft als Alternative zum Wohneigentum für Familien

In der Veranstaltung wird über die Möglichkeiten und Vorteile von Genossenschaftswohnungen in Zeiten hoher Baukosten, begrenzter Eigenkapitalressourcen und steigender Belastungen im Bauprozess informiert.
Ziel ist es, insbesondere Familien zu ermutigen, das Konzept gemeinschaftlichen Wohnens in Genossenschaften als attraktive Option zu betrachten.

Mehr Infos
Anmeldungen an info@oekogeno-swh.de
Die Kooperations-Veranstaltung von OEKOGENO SWH eG, Kultur im Klostergarten e.V. und dem Netzwerk richtet sich an alle, die nach einer nachhaltigen und solidarischen Wohnlösung suchen.
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Aus den Projekten

Bundesbauministerin besucht Frankfurter Wohnprojekt

"An diesem Projekt sehen wir, wie Partizipation und Innovation im Wohnungsbau verbunden werden können", lobte Bundesbauministerin Geywitz das Projekt.
Ende November überzeugte sich Bundesbauministerin Klara Geywitz von den Qualitäten des gemeinschaftlichen Wohnens in Frankfurt. Sie besuchte die Wohngruppe Gemeinsam Suffizient Leben, die am 1. November in den Neubau der Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt am Main eG an der Friedberger Landstraße eingezogen ist. Die Wohngruppe möchte dort einen Ort der Begegnung schaffen, der ein soziales Zusammenleben für die Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht.
Zur Pressemitteilung der Stadt Frankfurt

Freunde für's Leben zu Gast bei der EZB

Wir haben Freunde für's Leben e.V. bei einem Besuch in der Europäischen Zentralbank (EZB) anlässlich des International Day of Persons with Disabilities begleitet. Im Rahmen einer hybriden Veranstaltung vor internationaler Zuhörerschaft stellte die Gruppe ihr inklusives Wohn- und Lebensprojekt MITTENDRIN vor, mit dem sie Menschen mit und ohne Behinderung, Studierenden, jungen Familien und älteren Menschen ein Zuhause bieten will.

Mehr im Blog der Freunde für's Leben
Leider konnte Christine Lagarde, die Präsidentin der EZB, den Termin nicht persönlich wahrnehmen, schickte der Gruppe aber eine motivierende Videobotschaft.

Mitbewohner:innen und Direktkredite gesucht

Wer das Projekt mit einem Direktkredit unterstützen möchte oder Interesse am MühlwiesenWG-Leben hat, kann gerne über info@muehlwiesenwg.de Kontakt aufnehmen.
Direkt am Bach mit einer Burgruine nebenan leben – diese Möglichkeit bietet die MühlwiesenWG in Hünstetten. Fünf Menschen von 5 bis 60 Jahren, zwei Katzen und ein Hund leben aktuell dort und hätten noch Platz für ein paar mehr Menschen, um gemeinsam das Hausprojekt mit Leben zu erfüllen. Da aktuell verschiedene Reparaturen und energetische Sanierungen anstehen und mittelfristig noch mehr Wohnraum geschaffen werden soll, sucht das idyllisch gelegene Hausprojekt auch nach Direktkreditgeber:innen.
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Externe Veranstaltungen

Mo., 11.12. | 19:30 Uhr | Runder Tisch "Gemeinschaftlich Wohnen - Darmstadt"

Neben den Kurzvorstellungen der anwesenden Wohnprojekte wird das Schwerpunktthema dieses Abends "Der Gemeinschaftskompass" sein. Eingeladen ist Eva Stützel aus dem Ökodorf Sieben Linden, die den Gemeinschaftskompass entwickelt hat und per Zoom zugeschaltet sein wird.

Die Veranstaltung findet in Darmstadt im Forum von WohnSinn2, Anna-Beyer-Weg / Ecke Hertha-Mansbacher-Straße statt.
Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Mehr Informationen

Rückschau | 40 Jahre wohnbund: Fachtagung und Jubiläumsfeier in Frankfurt


Eine Dokumentation der Fachtagung wird in Kürze auf der Website des wohnbund e.V. zum Nachlesen für Sie bereitstehen.
Der wohnbund e.V. feierte Ende November in Frankfurt sein 40-jähriges Jubiläum und veranstaltete eine Fachtagung. Es wurde viel diskutiert über die Historie und die Zukunft des gemeinwohlorientierten, zivilgesellschaftlichen Wohnungsbaus. Expert:innen und Aktive aus ganz Deutschland und darüber hinaus kamen zusammen, teilten ihre Erfahrungen, vernetzten sich und widmeten sich dem Thema "Dachstrukturen" im gemeinwohlorientierten Wohnungsbau.
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Zum Hinhören, Lesen und Schauen

Neuerscheinung: Zukunft statt Leerstand

Ganz frisch erschienen: "Zukunft statt Leerstand – Gebäude nach Konzept veräußern. Ein Leitfaden für kleinere Kommunen". Der Leitfaden gibt praxisnahen Einblick in die Möglichkeiten, ungenutzte Bestandsgebäude in suburbanen und ländlichen Räumen nicht nach Höchstpreis zu veräußern, sondern mit Fokus auf das beste gemeinwohlorientierte Konzept für den Ort.
Die Broschüre ist ein Kooperationsprojekt der Landesberatungsstelle Hessen mit dem Netzwerk Zukunftsorte (Projektkoordination), der Dezentrale Sachsen, dem FORUM gemeinschaftliches Wohnen und der Montag Stiftung Urbane Räume.
Dieses handliche Heft richtet sich vor allem an Kommunalvertreter:innen kleinerer Gemeinden, die gewillt sind, mit frischen Ideen eine gemeinwohlorientierte Stadt- und Regionalentwicklung als neuen Standard in ihren Kommunen auf den Weg zu bringen und einen Kulturwandel innerhalb der Verwaltung und nach außen in die Region anzuregen.
Zur Broschüre

Podcast mit der Landesberatungsstelle

Zum Podcast H1.12 Architekturgespräche der Hochschule Mainz
Afra Höck vom Netzwerk Frankfurt und der Landesberatungsstelle Hessen und Gerrit Gaidosch von der Landerberatungsstelle Neues Wohnen Rheinland-Pfalz tauschen sich im Podcast der Hochschule Mainz aus über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten ihrer Beratungsstellen. Sie thematisieren die verschiedenen Bedarfe gesellschaftlicher Gruppen bezüglich gemeinschaftlichen Wohnens bis hin zum Wohnen im Alter.

Dokumentation der Leipziger Podiumsdiskussion „Mieter kaufen ihr Haus? Na klar!“ ist online

Das NETZWERK LEIPZIGER FREIHEIT (NLF) veranstaltete Mitte Oktober die Podiumsdiskussion und setzte den Fokus auf den Mieter*innenkauf: Mieterinnen und Mieter übernehmen gemeinsam das Haus, in dem sie selbst wohnen. Oft ist eine solche Alternative nämlich gar nicht bewusst, wenn ein Hausverkauf im Raum steht. Auch Robin Mohr von der Genossenschaftlichen Immobilienagentur (GIMA Frankfurt) berichtete von der Arbeitsweise der GIMA als Akteur des gemeinschaftlichen Wohnens und brachte seine Erfahrungen in die Diskussion ein.
Foto: Thomas Puschmann

Auf der Website des Netzwerk Leipziger Freiheit sind alle Beiträge der Veranstaltungen dokumentiert.
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Ausschreibungen

Wettbewerb: Ab in die Mitte!

Bis zu 25.000 Euro können Städte, Gemeinden und private Initiativen in Hessen für Projekte zur Belebung von Innenstädten und Ortskernen gewinnen. Der Landespreis steht im kommenden Jahr unter dem Motto „Lebe deinen Raum“. Für die Umsetzung stehen den Bewerber:innen Preisgelder von insgesamt 210.000 Euro zur Verfügung. Bewerbungsfrist ist der 14. Februar 2024.
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