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Einladung zum Themenabend des Netzwerks am Mittwoch den
18. März 2020

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Beim nächsten Themenabend am Mittwoch, den 18. März um 19.00 Uhr in der Adickesallee 67/69 besprechen wir:

Der Erbbauzins in Frankfurt - Wir fordern politische Beschlüsse gegen den rasanten Anstieg


Die Bodenrichtwerte für Baugrundstücke in (sehr) guten Lagen in Frankfurt am Main haben sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt. Wir begrüßen, dass die Stadt Frankfurt zunehmend Baugrundstücke nicht mehr verkauft, sondern per Erbbaurecht verpachtet. Allerdings hat der rasante Anstieg der Bodenrichtwerte zur Folge, dass der dann zu zahlende Erbbauzins inzwischen mehrere Euro Miete pro Quadratmeter ausmacht. Die zu erwartenden Mieten sind dadurch für die meisten engagierten, gemeinschaftlichen Projektgruppen nicht mehr bezahlbar.

Beim kommenden Themenabend wollen wir im Netzwerk unsere Forderungen und Aktivitäten abstimmen (z.B. Handlungsbedarf verdeutlichen, Veranstaltungen, Briefe, Wahlprüfsteine erstellen etc.).
Wir wünschen uns rege Beteiligung!

Hintergrund:
Die Grafik zeigt den Anstieg des Bodenrichtwerts in Frankfurt pro Quadratmeter seit 2001, der regelmäßig durch einen Gutachterausschuss ermittelt wird. Der Bodenrichtwert ist der Ausgangswert, auf den derzeit pro Quadratmeter 2,5 Prozent Erbbauzins berechnet wird. Demnach bedeutet eine Verdoppelung oder Verdreifachung des Bodenrichtwerts eine Verdoppelung oder Verdreifachung der fälligen Erbbauzinszahlung.
Bodenrichtwerte Frankfurt 2001 bis 2019
Quelle: Dezernat Planen und Wohnen der Stadt Frankfurt / KEG, Feb. 2020

Die Höhe des Erbbauzinssatzes liegt derzeit bei 2,5 Prozent bei einer üblichen Laufzeit von 99 Jahren. Wir sind der Ansicht, dass 1 Prozent (man zahlt also über die Laufzeit einmal den Preis für das Grundstück, nicht 2,5 mal) angemessen wäre. Oder eine Kopplung des Zinssatzes an die aktuellen Kreditzinsen. O.Ä.

Es ist eine politische Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung, wie hoch der Erbbauzins ist, ob er für bestimmte Fälle (z.B. gemeinwohlorientierte Rechtsform, Sozialen Wohnungsbau, Konzeptverfahren) abgesenkt wird auf 1 Prozent oder gedeckelt wird auf eine absolute Höhe (z.B. maximal 1,50 Euro pro Quadratmeter anteilig in der Miete).

18.03.2020 | 19 Uhr | Adickesallee 67/69

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