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Aktuelles aus dem Netzwerk - Nr. 49, März 2018

 

Liebe Netzwerkerinnen und Netzwerker,
liebe Wohnprojekt-Interessierte,
sehr geehrte Damen und Herren,

Mut, Geduld, Geschick und ein paar weitere Eigenschaften und Fähigkeiten brauchen Gruppen, um ein gemeinschaftliches Wohnprojekt auf die Beine zu stellen. Dass Mut und Geduld endlich auch Erfolge bringen - dafür gibt es ein untrügliches Zeichen: Die wachsende Zahl der Gruppen, die nicht als Wohninitiaitve, sondern direkt als "Wohnprojekt im Bau" Mitglied im Netzwerk werden. Sie haben sich eine Chance auf eine Liegenschaft erarbeitet, greifen zu und sind zum Teil noch offen für Neuinteressierte... so schnell kann es gehen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Das Netzwerk bringt sich derzeit mit seiner Koordinationsstelle bei den Planungen für  Neubaugebiete ein, um auf Chancen für gemeinschaftlich organisierte Wohnprojekte durch Konzeptverfahren zu bestehen. Hilfreich ist für die Bürgerinnen und Bürger immer wieder der Blick über den Tellerrand: Wie weit sind andere Städte bereits, wie gelingt es anderswo? Und der Blick zurück: Wer steht in Frankfurt nach wie vor auf der Bremse...

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen dieses Newsletters und beim Realisieren Ihres Wohnprojekts!

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Neubaugebiete

Hilgenfeld, Günthersburghöfe, Römerhof... die Chancen auf Ausschreibungen per Konzeptverfahren wollen wir sichern.

Gruppen, die sich für einen Standort interessieren und in den Kerngruppen Strategien mitentwickeln wollen, können sich gern melden. Mehr...

Konzeptverfahren

Am 14. Februar 2018 hat der Beirat entschieden, dass die Wohninitiative "Doppelpunkt Frankfurt" den Zuschlag für die Liegenschaft am Sossenheimer Weg in Unterliederbach bekommt. Die Gruppe will die Fläche mit zwei Baukörpern bebauen, die durch eine gemeinschaftliche Balkonfläche miteinander verbunden sind. Ziel der Gruppe ist es, ein generationenübergreifendes, interkulturelles und inklusives Wohnprojekt zu schaffen. Mehr...

Die nächste Ausschreibung lässt im Augenblick leider noch auf sich warten.
Gegen das Konzeptverfahren spricht sich derzeit die Frankfurter CDU im Planungsausschuss aus - nachzulesen in der Frankfurter Rundschau.

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Aus dem Netzwerk:

 Wohnung suchen in Frankfurt

Markt-Platz!

Endlich gelingt es, dass sich Wohninitiativen Chancen erarbeiten: "GeMAINsam", "Hestia - Zuhause in Harheim", "Doppelpunkt Frankfurt", "GlobaLokal Schwanheim" und "Im Füldchen" sind Wohnprojekte im Bau und noch offen für Interessierte...

Initiativen und Einzelpersonen können ab sofort auf dem Marktplatz Annoncen aufgeben oder nach passenden Anzeigen suchen. Nach dem Frühjahrsputz auf unserer Website ist hier nun viel Platz zum Austauschen und Kennenlernen. Mehr...

Nachlese: Themenabende und Veranstaltungen

Präsentationen oder Rückmeldungen vom Themenabend sowie von weiteren Veranstaltungen sind auf der Startseite des Netzwerks unter "Meldungen" zu finden.

Beispielsweise fand am 15. März 2018 in der Frankfurter Matthäuskirche die Konferenz "Vielfalt im Wohnungsbau" statt - organisiert vom Planungsdezernat in Kooperation mit hr-iNFO. Wer nicht vor Ort war, kann sich das Video der Konferenz anschauen. Mehr...

Fachleute und Mobilitätskonzept

Bei der Realisierung von Wohnprojekten sind Fachleute unabdingbar. Die Rubrik "Fachleute" auf der Netzwerk-Website wurde nun um die Kategorie "Mobilität" erweitert.

Dort findet man lokale CarSharing-Angebote. Mehr...

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Veranstaltungen:

Umweltforum Rhein-Main e.V.: Nachhaltiges Bauen

Das Umweltforum Rhein-Main e.V. lädt ein zum FRÜHJAHRSEMPFANG mit dem Thema "Nachhaltiges Bauen in Rhein-Main" am Montag, 16. April 2018, 17.30 bis 21.00 Uhr in der Evangelischen Akademie Frankfurt.

Um Anmeldung wird gebeten. Mehr...

Themenabend: Landkonflikte - Kein Land in Sicht?

Am dritten Mittwoch im April - dem 18. April - findet im Haus am Dom eine interessante Diskussionsveranstaltung statt. Deshalb verknüpfen wir den üblichen Themenabend des Netzwerks mit dieser Veranstaltung:

Kein Land in Sicht? Landkonflikte: Frankfurt zwischen Wohnungsbau, Stadtklima und Landwirtschaft. Wie kann mit den Konflikten um Landnutzung umgegangen werden? Wie kann eine Stadtentwicklung aussehen? Mehr...

“Hestia - Zuhause in Harheim" - Info für Neuinteressierte

Einladung an alle Interessierte zum 19. April um 19.00 Uhr! In Harheim gründet sich aktuell ein besonderes Wohnprojekt: Eine Hausgemeinschaft mit Interesse für geflüchtete Familien, die in der Nachbarschaft gegenüber wohnen werden. Einzug wird voraussichtlich am 01. Dezember 2018 sein.

Die Gruppe ist zurzeit vor allem offen für Haushalte ab etwa 60 Jahre - egal welcher Einkommenshöhe. Mehr...

Termin vormerken: Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Frankfurt

Auf dem Bundeskongress werden aktuelle Ansätze und Strategien der Stadtentwicklungspolitik diskutiert und so Ideen für eine gemeinsame nachhaltige und integrierte Entwicklung von städtischen und ländlichen Räumen auf nationaler und europäischer Ebene vorangetrieben - vom 17. bis 19. September 2018 in Frankfurt.

Exkursionen, Rahmenveranstaltungen und eine Projektmesse werden das Kongressprogramm ergänzen: www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de

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Webstoff:

Das Konzeptverfahren bundesweit

VertreterInnen von 14 Städten und verschiedenen Wohnprojekt-Beratungs-Institutionen haben sich in Leipzig zum ersten bundesweiten Erfahrungsaustausch zum Konzeptverfahren getroffen.

In diesen Städten wird das Konzeptverfahren erfolgreich angewandt, weil es sich als Instrument qualitätvoller Quartiersentwicklung bewährt. Weitere Städte haben ihr Interesse bekundet. Ein zweiter Workshop soll im Herbst 2018 folgen.

Die Dokumentation ist nun zum Download verfügbar. Mehr...

Das Land Hessen

In der Pressemitteilung vom 7. März 2018 kündigte das Hessische Umweltministerium konkrete Maßnahmen an, die vielversprechend sind: Konzeptverfahren, Liegenschaftsfonds und Landesberatungsstelle: https://umwelt.hessen.de/print/44731 Dies ist besonders erfreulich, weil sich die Koordinationsstelle des Netzwerks seit Jahren dafür einsetzt.

Aber ein Wehrmutstropfen bleibt: Anstatt das Alte Polizeipräsidium für kommende Generationen zu sichern, wurde es per Höchstpreisverfahren vergeben, so dass auch an dieser Stelle in Frankfurt höchste Wohnkosten entstehen werden. Das wird die Stadt über kurz oder lang mit Mehrausgaben in Form von Anhebung der Einkommensgrenzen bei Förderprogrammen kompensieren müssen, damit durchschnittlich verdienende Frankfurter Haushalte steigende Wohnkosten noch bezahlen können.

Das hessische Finanzministerium sieht keine Notwendigkeit, gegenzusteuern - ob in Frankfurt oder bundesweit: www.facebook.com/monitor.wdr/videos/1672558529449747/

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Lesestoff:

Genossenschaften: Seit 2007 gibt es einen Gründungsboom

"Gerade im lokalen Umfeld lassen sich viele Aufgaben gut genossenschaftlich bewältigen.
Eine Genossenschaft zu gründen ist einfacher, als viele vermuten..."

https://shop.enorm-magazin.de/products/enorm-spezial-01-18-genossenschaften

Immobilien: Der letzte Grund

Die ZEIT beschreibt leistungslose Leistung und staatliche Subventionierung für BodeneigentümerInnen... Ein Artikel, der klar und deutlich vermittelt, was zu tun wäre.

www.zeit.de/2018/03/immobilien-wohnungsmarkt-spekulation-miete-bodenreform?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.facebook.ref.zeitde.share.link.x

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Hingeschaut:

Künstlerische Kurzfilme zum Wohnen gesucht!

Die Evangelische Akademie sucht bis zum 7. Mai 2018 künstlerische Kurzfilme zum Wohnen - unter dem Thema "Wohnrevolution". Das Kurzfilm-Festival "Stadtvisionale 2018" sowie die Preisverleihung finden dann am 7. Juni 2018 statt.

Mehr Infos auf der Seite der Evangelischen Akademie: www.evangelische-akademie.de/stadtvisionale/kurzfilm-festival/   Mehr...

Kafka zu Gast bei drei Wohnprojekten

"Über den Dächern von Naxos: Das Theater Willy Praml führt Kafkas 'Der Verschollene' auf. Gespielt wird auf der Terrasse der 'Schnellen Kelle', zugeschaut wird von den 'Baumaßschneidern' und von 'Fundament' aus."

Termine bis Ende Mai findet man hier: Mehr...

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Schöner Hörstoff:

Anders leben: Alternative Lebensgemeinschaften

Sehr gute Anregungen in einer Sendung des Bayerischen Rundfunks zum Nachhören:

www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zeit-fuer-bayern/alternative-lebensgemeinschaften-wohnprojekte-bayern-100.html

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In eigener Sache:

Stellenausschreibung

In den nächsten Tagen wird das Netzwerk eine 450-Euro-Stelle ausschreiben. Weitere Informationen zur Arbeitsplatzbeschreibung finden Sie dann unter "Meldungen". Arbeitsbeginn soll der 2. Mai 2018 werden.

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Aktuelle Meldungen und Termine finden Sie regelmäßig auf der Website des Netzwerks:
www.gemeinschaftliches-wohnen.de

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