Rückblick auf den 9. Tag des offenen Wohnprojekts 2026

Die Großveranstaltung zum gemeinschaftlichem Wohnen, die in Frankfurt nicht mehr fehlen darf: Der Tag des offenen Wohnprojekts fand am 9. Mai 2026 zum neunten Mal statt. Es ist ein Event, das jährlich Interessierte jeden Alters sowie Fachleute anlockt, um innovative Wohnkonzepte kennenzulernen. In diesem Jahr wurden wieder rund 700 Besuche gezählt.

16 Mitgliedsprojekte des Netzwerks öffneten ihre Türen und ermöglichten mit den vielfältigen Programmpunkten und Hausführungen einen direkten Einblick in das Thema des gemeinschaftlichen Wohnens.

Bei der Eröffnung lieferte das Wohnprojekt sonara den Nachweis, dass Kostenmieten in Genossenschaften langfristig bezahlbaren, stabilen Wohnraum sichern. Und zwar – entgegen der üblichen Marktlogik – durch kostendeckende, transparente Mieten ohne Profitorientierung. Gemeinsam bestimmen die Bewohner:innen über die Höhe ihrer Miete. So schützt das Prinzip der Kostenmiete und das lebenslange Wohnrecht vor Verdrängung und Spekulation, fördert langfristige Planungssicherheit und nachhaltige Investitionen in die Wohnqualität.

Planungsdezernent Marcus Gwechenberger sicherte seine Unterstützung zu, die Möglichkeiten und Zugänge für Projekte dieser Art weiter konsequent zu verbessern, sodass junge Genossenschaften und Wohninitiativen zukünftig weiterhin Liegenschaften entwickeln können.

Die Bewohner:innen von sonara plauderten anschließend aus dem Nähkästchen von ihrem ersten Jahr in Gemeinschaft. Sie räumten mit den Klischees von Wohnprojekten auf und begeisterten die Anwesenden.

Über den Tag hinweg konnten die Besucher:innen selbstständig zu den verschiedenen Stationen im ganzen Frankfurter Stadtgebiet ziehen oder sich einer geführten Rad- oder Bahntour anschließen. Es fanden zahlreiche anregende Gespräche in Gemeinschaftsräumen, auf Dachterrassen, in Gärten und auf den Baustellen statt.

Jedes der Projekte zeigte seinen individuellen Charme und Charakter, mal mit ausgezeichneter Bewirtung, mit tollen Dekorationen und immer mit viel Geduld und Freude, den Besucher:innen einen umfassenden Einblick in das Gemeinschaftsleben zu geben und die vielen Fragen zu beantworten. Dadurch wurde den Besucher:innen viel Inspiration und Motivation für ihre zukünftigen Projekte geschenkt.

Einen stimmungsvollen Ausklang des Tages ermöglichte das Frankfurt House, eines der ältesten Mitgliedsprojekte des Netzwerks.

Unser hauptamtliches Team sowie der ehrenamtliche Vorstand des Netzwerks unterstützten vor Ort mit Ansprechpersonen. Auch die Presse interessierte sich dieses Jahr sehr für Wohnprojekte und es gab einige Berichte, s. unten.

Der nächste Tag des offenen Wohnprojekts wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 sein 10-jähriges Jubiläum feiern. Mit der Infobörse am 26. September findet in diesem Jahr bereits ein 20-jähriges Jubiläum dieser Großveranstaltung statt.

Hier finden Sie weitere Fotos des Tages und nochmal das Programm.

Zum FAZ-Artikel: Mit diesen Wohnungen wird kein Gewinn erzielt

Zum FR-Artikel: Gemeinschaftliches Wohnen in Frankfurt – Streit gehört dazu

Zum Börse-Express-Artikel: Stadt fördert Gemeinschaftsbau 

Zum FR-Artikel: Impulse für nachhaltigere Lebensstile – Tag des offenen Wohnprojekts

 

 

 

Einzug im Mitgliedsprojekt Wohnen am Klostergarten

Kürzlich konnte ein weiteres Netzwerk-Mitgliedsprojekt die Bau-Fertigstellung verkünden und die Bewohner:innen einziehen.

Wir freuen uns sehr, dass das frisch bezogene Projekt "Wohnen am Klostergarten" der OEKOGENO eG aktuell auch medial Aufmerksamkeit erhält.

In der Frankfurter Neue Presse wird über den Einzug der ersten Bewohner:innen berichtet. Auf sehr schöne Weise beschreibt der Artikel das neue Zusammenleben der Gemeinschaft und die trubelige Kennenlernphase. Die Bewohner:innen berichten von ersten schönen Momenten und besonders lebendig wird dabei auch der große Klostergarten beschrieben, der im Rahmen einer solidarischen Landwirtschaft gemeinsam bewirtschaftet wird. Das macht Lust auf mehr und gibt einen tollen Einblick in das, was dieses Projekt ausmacht.

Hier vorab ein kleiner Ausschnitt aus dem Artikel:

„Hier ergeben sich Verabredungen, ohne dass man etwas konstruieren muss“, erzählt sie. Einmal wollte sie mit den Kleinen zum Kinderturnen. Doch Sohn und Tochter seien lieber mit Ingrid Meyer in den Garten gegangen, um Blumen zu pflanzen. Jemand brachte Kuchen, ein anderer kochte Kaffee, ein Dritter stieß mit seiner Trompete dazu. „Es ist schön, wie sich hier Dinge spontan und unaufgeregt entwickeln können.“

Auch in einer Dokumentation in der ARD Mediathek wird das Projekt im Kontext der Frage beleuchtet, wie bezahlbarer Wohnraum entstehen kann, der sich an den Bedürfnissen der Bewohner:innen orientiert. Ab Minute 14 zeigt die Doku Eindrücke von der Baustelle und begleitet eine Familie bei der Besichtigung ihres künftigen Zuhauses.

Für Interessierte am gemeinschaftlichen Wohnen: Aktuell gibt es noch freie Wohnungen in diesem Projekt.

Hier können Sie sich die Beiträge anschauen.

Zur ARD-Doku: Wie stoppen wir die Mietkrise? Doku zur ARD Mitmachaktion #besserwohnen

Zum Zeitungsartikel: 68 Menschen ziehen ins Kloster Ilbenstadt und starten ein Experiment

Zum Wohnprojekte-Profil: Wohnen am Klostergarten Ilbenstadt

Frankfurt senkt Erbbauzinsen – ein Erfolg für gemeinwohlorientiertes Wohnen

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main hat mit dem Beschluss M 213/2025 neue Leitlinien für die Vergabe städtischer Grundstücke im Erbbaurecht beschlossen.

Zentral ist die Absenkung des Erbbauzinssatzes für gemeinwohlorientierte Wohnraumbewirtschaftung. Künftig kann der Zinssatz bei entsprechenden Konzepten auf 1,5%  oder unter Umständen auch auf bis zu 1% reduziert werden (z.B. bei geförderten Wohnungen, die gemeinwohlorientiert bewirtschaftet werden). Davon profitieren gemeinschaftliche Wohnprojekte, Genossenschaften und andere nicht gewinnorientierte Träger.

"Für eine gemeinwohlorientierte Wohnraumbewirtschaftung wird analog zu bereits beschlossenen Förderprogrammen der Erbbauzinssatz auf 1,5% des Bodenwertes reduziert. Das Amt für Wohnungswesen bestätigt die Gemeinwohlorientierung auf Grundlage der jeweils geltenden rechtlichen Bestimmungen." Die Reduzierung ist schuldrechtlich und wird alle 5 Jahre überprüft.

Diese Entwicklung ist auch ein Ergebnis des langjährigen Engagements des Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen. Mit einer Kampagne und zahlreichen Unterstützer:innen hatte das Netzwerk bereits 2021 die Notwendigkeit niedrigerer Erbbauzinsen betont, um die Realisierung solcher Projekte zu erleichtern.

Neben der Zinssenkung führt der Beschluss verbindliche Standards für Erbbaurechtsverträge ein und stärkt die Ausrichtung der Grundstücksvergabe am Gemeinwohl. Kriterien wie bezahlbare Mieten und langfristige Nutzungsperspektiven gewinnen dadurch weiter an Bedeutung.

Der Beschluss setzt ein dringend notwendiges Signal für die Stärkung gemeinwohlorientierten Wohnens in Frankfurt, damit es langfristig mehr bezahlbaren Wohnraum gibt.

 

 

Aktuelle Ausschreibung: Konzeptvergabe für den Paradieshof in Alt-Sachsenhausen

Die Stadt Frankfurt am Main schreibt im Rahmen des Stadterneuerungsverfahrens Alt-Sachsenhausen die Liegenschaft Paradiesgasse 23 („Paradieshof“) zur Konzeptvergabe aus. Ziel ist die Vergabe eines Erbbaurechts unter Einbeziehung eines Investitionskostenzuschusses von bis zu 4,5 Mio. Euro. Die Ausschreibung richtet sich an natürliche und juristische Personen, die ein innovatives, sozial und ökologisch nachhaltiges Nutzungskonzept entwickeln möchten.

Wichtige Eckdaten:
Standort: Paradiesgasse 23, 60594 Frankfurt am Main
Verfahrensart: Nichtoffener Wettbewerb mit zweistufigem Konzeptvergabeverfahren
Frist für Teilnahmeanträge: 30. April 2026, 12:00 Uhr
Investitionskostenzuschuss: Bis zu 4,5 Mio. Euro, gekoppelt an Mietpreisbindung
Erbbauzeit: Voraussichtlich 60 Jahre

Schwerpunkte der Ausschreibung:

Bewertungskriterien:

Ablauf:

Es handelt sich hierbei nicht um das klassische Frankfurter Konzeptverfahren für gemeinschaftliches Wohnen, sondern um ein zweistufiges Konzeptvergabefahren mit vorgezogenem Teilnahmewettbewerb. Dies setzt von Beginn an eine deutlich unternehmerische Struktur voraus. Wir freuen uns, wenn sich gemeinschaftliche Wohninitiativen bewerben, da diese innovative Wohn- und Lebensform in den lebendigen Stadtteil passt und zur nachhaltigen Staadtentwicklung beiträgt. Wir kennen allerdings über die Ausschreibung hinaus keine Details zum Verfahren oder zur Liegenschaft.

Zu den Ausschreibungsunterlagen
E-Mail für Rückfragen: cnenqvrftnffr@ofzs.qr

 

 

 

Konzeptverfahren in Wiesbaden "Hofgut Klarenthal"

In Wiesbaden startet ein Konzeptverfahren für das Hofgut Klarenthal.
Planungsziel ist die denkmalgerechte Sanierung, der Erhalt und der langfristige Betrieb der Anlage.

Die Konzeptverfahren startet am 27. Februar 2026.
Eine Infoveranstaltung mit Rückfragenkolloquium ist am 18. März 2026.
Die finale Abgabe ist für September 2026 anberaumt.

Weitere Informationen und Unterlagen sind auf der Website der Stadt Wiesbaden zu finden.

Die Stadt Wiesbaden informiert auf der Website auch über weitere Vergaben, wie das am 16. Februar gestartete Bauherrenauswahlverfahren zum Neuen Wohnen in Breckenheim. Planungsziel ist der Bau von Gemeinschaftsnutzungen und Wohnungen für verschiedene Zielgruppen auf einem ehemaligen Schulgelände im alten Ortskern Breckenheims. Zur Bewerbung sind Bauträger, Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften oder ähnliche Unternehmen aufgefordert. Gemeinwohlorientierte Unternehmen werden bei der Auswahl bevorzugt.

Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2026 in Frankfurt am Main

Angesichts der bevorstehenden Kommunalwahlen im Frühjahr 2026 haben wir die demokratischen Parteien in Frankfurt gebeten, ihre Positionen zu zentralen wohnungs- und stadtentwicklungspolitischen Bedingungen rückzumelden.

Für uns gehören Wohnraumversorgung, Generationengerechtigkeit und Klimaschutz zusammen. Gemeinschaftliche Wohnformen können hierzu wesentlich beitragen – wenn die Politik angemessene Rahmenbedingungen schafft und weiter stärkt. Als Wähler:innen sollten wir erkennen können, wie die Parteien diese Themen angehen möchten.

Neue Förderprogramme, die konsequente Umsetzung des Baulandbeschlusses, zukunftsweisende klima- und sozialverträgliche Stadtentwicklung, Leerstandsnutzung und selbstorganisierte Wohnformen im Alter sind Schwerpunktthemen, zu denen wir uns Maßnahmen erhoffen.

Hier finden Sie unseren Fragenkatalog

Die Antworten der Fraktionen, die bisher bei uns eingegangen sind, haben wir nachfolgend für Sie veröffentlicht:

Antwort von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Frankfurt
Antwort von DIE LINKE Frankfurt
Antwort von FDP Frankfurt
Antwort von CDU Frankfurt
Antwort von SPD Frankfurt
Antwort von VOLT Frankfurt

Am Dienstag, den 24. Februar möchten wir die unterschiedlichen Positionen gerne im Rahmen unseres politischen Barabends in den Räumlichkeiten des Netzwerks mit Ihnen diskutieren.

Landesberatungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen in Hessen wird verlängert

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum hat ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für alle, die sich für gemeinschaftliches Wohnen engagieren:
Die Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen wird nach fünf erfolgreichen Jahren für mindestens zwei weitere Jahre weitergefördert! Damit würdigt die Landesregierung das große Engagement zivilgesellschaftlicher Initiativen als Schlüssel für die Wohnraumversorgung der Zukunft.

Seit ihrer Gründung ist die Landesberatungsstelle die zentrale Anlaufstelle für gemeinschaftliche Wohnprojekte in Hessen. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnten seit 2021 zahlreiche Projekte realisiert werden.
Der große Bedarf an innovativen Wohnformen zeigt sich nicht nur in der wachsenden Nachfrage, sondern auch im starken Engagement der Hessinnen und Hessen. Ein Highlight war der „Sommer der Wohnprojekte“ 2025, bei dem 70 Initiativen ihre Türen öffneten und mit Besichtigungen sowie kulturellen Veranstaltungen lebendige Nachbarschaften feierten.

Das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. bleibt weiterhin Ihr verlässlicher Partner und freut sich darauf, Sie auch in den kommenden Jahren bei Ihren Projekten in Stadt und Land zu begleiten.

Zur Pressemitteilung des HMWVW

Neue Strukturförderung für gemeinschaftliches Wohnen!

Gemeinschaftliche Wohnprojekte in Frankfurt können ab sofort die „Strukturförderung gemeinschaftliches Wohnen“ beantragen.

Gemeinschaftliche Wohnprojekte werden mit viel ehrenamtlichen Engagement von der Zivilgesellschaft aufgebaut. Sie tragen langfristig zum Gemeinwohl bei, da sie stabilen, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen und oftmals mit sozialen nachbarschaftlichen Angeboten ins Quartier wirken.

Gerade in der Anfangszeit braucht es fachliche Unterstützung und Finanzierungshilfen für Gründung, Beratung und Projektsteuerung. Um diese Prozesse zu unterstützen, hat die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung einem neuen Förderprogramm zugestimmt:

Im Rahmen der Strukturförderung gemeinschaftliches Wohnen können folgende Maßnahmen gefördert werden

A. Gründungskosten (Gebühren und Prüfungshonorare)
B. Moderation und Beratung in Gruppenprozessen
C. Projektberatung und Projektsteuerung

Die neue Strukturförderung stärkt damit Akteur*innen, die bezahlbaren, sozial eingebetteten und dauerhaft gemeinwohlorientierten Wohnraum in Frankfurt verwirklichen. Sie bietet gemeinschaftlichen Wohninitiativen über die bestehenden Orientierungsangebote des Netzwerk Frankfurt hinaus gezielte Unterstützung für die professionelle Umsetzung und Verstetigung innovativer, klimaverträglicher Wohnkonzepte.

Wir freuen uns über diese Weiterentwicklung der kommunalen Förderung für gemeinschaftliche Wohnprojekte.

Zum Online-Antrag

Reduzierung des Erbbauzinssatzes wird auf den Weg gebracht

Reduzierung des Erbbauzinssatzes auf bis zu ein Prozent bei sozialer und gemeinwohlorientierter Nutzung möglich

2021 starteten wir als Netzwerk die Kampagne zur Senkung des Erbbauzinssatzes und übergaben im selben Jahr 2.500 Unterschriften an die damalige Regierung.

Unsere Kernforderung, den Erbbauzinssatz für gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnprojekte neu zu berechnen und zu senken, landete im Koalitionsvertrag.

Nun, 4 Jahre später, freuen wir uns, dass der Magistrat endlich Neuregelungen der Erbbaurechte beschlossen hat.

Die Neuregelung berücksichtigt Kriterien wie dauerhaft günstige Mieten und gemeinwohlorientierte, soziale und kulturelle Nutzungen.

Damit können Erbbauzinsen bei neuen Verträgen oder Verlängerungen auf bis zu ein Prozent gesenkt werden – dies soll es gemeinschaftlichen Wohnprojekten leichter machen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Die Entscheidung bedarf noch der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung, ist aber ein großer Schritt, um gemeinwohlorientiertes Bauen und langfristig bezahlbares Wohnen in Frankfurt zu stärken.

Zur Pressemeldung der Stadt

Zu unseren FAQs: Warum braucht es einen niedrigeren Erbbauzinssatz in Frankfurt

Nachruf Barbara Jakob – Ehemalige Vorständin

Mit großem Respekt und Betroffenheit nehmen wir Abschied von unserer ehemaligen Vorständin, deren Wirken und Engagement unseren Verein mitgeprägt hat. Im Alter von 74 Jahren verstarb sie am 19. November 2025.

Barbara Jakob trat 2020 in das Netzwerk Frankfurt ein und kandidierte sogleich als Vorstandskandidatin. Die darauffolgenden zwei Jahre bereicherte sie den Verein sehr – einerseits durch ihre Herzlichkeit und Wärme und andererseits durch ihre Erfahrenheit und Kompetenz im Bereich des Ehrenamts. Letzteres brachte sie aus ihrer langjährigen Tätigkeit beim Bürgerinstitut e.V. mit, wo sie neben dem Aufbau und der Gestaltung einiger ehrenamtlicher Projekte auch für die Beratung zum Thema Wohnen im Alter zuständig war. Hier trug sie bereits Ende der neunziger Jahre zur Gründung eines "Runden Tisches" für Wohninitiativen bei, aus dem heraus später das heutige Netzwerk entstand.

In ihrer Bewerbung für den Vorstandsposten schrieb sie:

"Das Thema Ehrenamt spielt auch im Netzwerk eine wichtige Rolle. Ohne die ehrenamtliche Vorstandsarbeit und auch sonstige Tätigkeit zahlreicher Ehrenamtlicher wäre ein Verein wie das Netzwerk nicht entstanden. Es zeigt sich in vielen Bereichen, dass eine Gesellschaft  ohne ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren würde.  Für mich ist ehrenamtliches Engagement kein Ersatz für eine hauptamtliche Tätigkeit. Es ist ein besonderer gesellschaftlicher Beitrag, eine Form des miteinander Lebens, die über hauptamtliche Tätigkeit so gar nicht in dieser besonderen Weise gestaltet werden könnte.  Ich glaube, dass deswegen gerade auch ehrenamtliches Engagement im Netzwerk immer hilfreich sein könnte , um die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens breiter zu verankern."

Wir möchten ihrem Leben und ihrem Beitrag in Dankbarkeit gedenken und ihr Wirken würdigen.

Frankfurt am Main, den 03.12.2025