Wettbewerbsankündigung: GFB-Zukunftspreis

Mit dem Großer Frankfurter Bogen-Zukunftspreis werden beispielgebende Ideen und inspirierende Projekte in verschiedensten Handlungsfeldern ausgezeichnet. Sie sollen zeigen, wie die Schaffung von mehr bezahlbaren Wohnungen und eine nachhaltige Stadtentwicklung in hessischen Städten und Gemeinden weitergedacht werden kann.

Wie kann der Wohnungs- und Städtebau in und für die Partnerkommunen des Großen Frankfurter Bogens (GFB) weitergedacht werden? Beispielgebende und kreative Ideen, die hierzu zu Antworten beitragen, können sich bis zum 1. Oktober 2024 für die letzte Wettbewerbsrunde des GFB-Zukunftspreises bewerben. Ob beispielgebendes Wohnungsbauvorhaben oder Aktionen fürs Quartier: Alle mit guten Ideen und Projekten zur Zukunft des Wohnens und fürs gute Zusammenleben sind zur Teilnahme eingeladen

Der GFB-Zukunftspreis wird dreimal im Jahr ausgeschrieben. Bewerbungsfrist für die letzte Runde in diesem Jahr ist der 1. Oktober 2024.

Alle Informationen zum Wettbewerb und zur Teilnahmen finden Sie hier.

Praktikumsausschreibung beim Netzwerk Frankfurt

Das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. sucht ab 5. August 2024

eine Praktikantin / einen Praktikanten für etwa drei Monate

Ihre Aufgaben

Ihr Profil

Eine für ein Praktikum übliche Vergütung ist vorgesehen.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit Lebenslauf und einem kurzen Motivationsschreiben per E-Mail- bis 14. Juli 2024 an
Tabea Kayser, info@gemeinschaftliches-wohnen.de
für Rückfragen: Tel: 069 91 50 10 60

Praktikumsausschreibung als pdf zum Weiterleiten

Neuaufnahmen in Wohnprojekte: Ein Beispielprozess

Letzte Woche hatten wir das genossenschaftliche Wohnprojekt Hof Sonntag aus Niedersachsen zu Gast in unserem Online-Themenabend.

Das Thema war Neuaufnahmen in Wohnprojekte; Denn jedes Wohnprojekt – ob frisch gegründete Gruppe oder seit Jahrzehnten wohnende Gemeinschaft – alle stehen von Zeit zu Zeit wieder vor der Frage: wie finden wir bei Wachstum oder Wechsel neue passende Mitbewohner:innen? Mit Lust auf Gemeinschaft, Engagement und Zeit für Selbstorganisation?

Ein Mitglied vom Hof Sonntag hat uns und den Teilnehmenden geschildert, wie sie den Info- Kennenlern- und Auswahlprozess von neuen Mitgliedern in ihrem Wohnprojekt gestalten.

Sie haben sich viele Gedanken für einen effektiven Prozess gemacht, um die Ressourcen in Grenzen zu halten und dennoch Menschen zu finden, die gut zum Projekt passen.

Die Präsentationsfolien haben sie uns und Ihnen zur Verfügung gestellt, falls Sie den Abend verpasst haben sollten.

Zur Präsentation von Hof Sonntag

Rückblick Mitgliederversammlung und Vorstandswahl 2024

Am Mittwoch, den 19.06. fand unsere Mitgliederversammlung 2024 und die damit verbundene Vorstandswahl statt.

Neu gewählt in den Vorstand des Netzwerks wurde Irmhild Neidhardt. Als bisherige Leiterin der Abteilung „Leben im Alter“ in der Verwaltung des Main-Kinzig-Kreises (bis 09/2023) möchte sie Pflege- und Wohnkonzepte auch im ländlichen Raum bekannt machen und die Kommunalpolitik dafür sensibilisieren.

Die bisherigen Mitglieder Heidi Weinrich, Ludwig Weiler, Noria Bellouch und Alexander Wagner wurden wiedergewählt. Vorstandsmitglieder Barbara Reuter und Veronika Czech blieben weiterhin im Amt. Wir freuen uns über den Zuwachs im Vorstand und darauf, die gute Zusammenarbeit fortzusetzen.

Auch das hauptamtliche Team wurde erweitert. Seit Anfang des Jahres bildet Beate Steinbach nun gemeinsam mit Birgit Kasper eine Doppelspitze in der Geschäftsleitung.

Im Laufe des Abends stellten Team und Vorstand die Entwicklungen des Netzwerks im Tätigkeitsbericht 2023 vor:

Die Rahmenbedingungen für gemeinschaftliches Wohnen hatten sich wenig geändert. Unter den hohen Baukosten und Kreditzinsen sowie den gestiegenen Bodenpreisen litten demnach weiterhin sowohl die Initiativen als auch die Gruppen im Bau. Dies spiegelte sich auch in den leicht sinkenden Zahlen der Gruppenmitglieder im Netzwerk wider. Die Zahl der Einzelmitglieder stieg dagegen an, was zeigt, dass das Interesse weiterhin enorm ist.

Auch die mehr denn je besuchten Groß-Veranstaltungen, der Tag des offenen Wohnprojekts und die Infobörse, bestätigten die Notwendigkeit unserer Vereinsarbeit.

Die Begleitung und Beratung der Gruppen in den Konzeptverfahren waren auch 2023 ein Schwerpunkt der Arbeit. Ein weiteres Konzeptverfahren wurde abgeschlossen: Der Verein Gemeinsam Suffizient Leben konnte in Kooperation mit der WBG das Haus fertigstellen und beziehen.

Als Ausblick für 2024:

Zwei Wohnprojekte sind aktuell im Bau mit Fertigstellung noch in diesem Jahr.

Ein Konzeptverfahren steht kurz vor der Ausschreibung: Das Mietmodell mit dem St. Katharinen und Weißfrauenstift im Kreuzerhohl.
Die Ausschreibung zum Mietmodell am Hilgenfeld ist weiterhin in Planung.

Der thematische Schwerpunkt Mietwohnprojekte wurde 2023 auch in zahlreichen Veranstaltungen aufgegriffen. Mietwohnprojekte sind aufgrund der niedrigschwelligeren Voraussetzungen ebenfalls für Senior:innen und Menschen mit Behinderung geeignet.

Das Netzwerk fordert außerdem die Umnutzung von Kirchenliegenschaften. Dies wurde in Gesprächen und letztlichen Kooperation mit der Stadtkirche Frankfurt und dem Haus am Dom sowie der Entwicklung der Netzwerk-Ausstellung „Heilige Räume – neue Konzepte" angegangen.

Die unter dem Dach des Netzwerks arbeitende Landesberatungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen in Hessen setzt ihre Beratungstätigkeiten weiter erfolgreich fort und veranstaltet in diesem Jahr am Vortag der Infobörse eine Fachtagung.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung ließen wir den Abend mit allen anwesenden Netzwerk-Mitgliedern mit Gesprächen, Getränken und Snacks ausklingen.

Vielen Dank für die gemeinsame Arbeit und Unterstützung!

Ein Teil des Teams und Vorstands mit neuem Vorstandsmitglied Irmhild Neidhardt

Der neue Luxus liegt im Teilen – Ein Interview mit dem property-Magazin

Am 17. und 18. Juni fand in Frankfurt der "P5-The Property Kongress" statt. Mit über 1.200 Teilnehmer:innen einer der größten Immobilien-Kongresse zur Vernetzung von Investoren aus aller Welt.

Bei aller Kritik an dieser Art der Wohnungswirtschaft, die auf diesem Kongress im Vordergrund steht, haben wir uns darüber gefreut, die Potenziale alternativer Wohnformen auch dort platzieren zu können.

Nach der Veranstaltung mit der Polytechnischen Gesellschaft vergangenen Herbst kam es zum Interview mit Beate Steinbach, welches nun im Property-Magazin erschienen ist und auf dem Kongress verteilt wurde.

Unser Leitsatz konnte überzeugen: Der Luxus liegt im Teilen. Gemeinschaftliche Wohnprojekte sind eine Lösung für knappe räumliche und finanzielle Ressourcen – auch im Bestand.

Zum Artikel „Der Luxus liegt im Teilen"

Rückblick auf den 7. Tag des offenen Wohnprojekts 2024

Eine Rekordzahl von 22 bestehenden und im Bau befindlichen Frankfurter Wohnprojekten stellte am 25. Mai 2024 das Leben als Gemeinschaft vor Ort vor. Interessierte Besucherinnen und Besucher konnten am 7. Tag des offenen Wohnprojekts von Unterliederbach bis Seckbach ziehen und die vielfältigen Wohnprojekte persönlich kennenlernen. 

Zur Eröffnung im Wohnprojekt Doppelpunkt Unterliederbach (kurz :Uliba) fanden sich bereits rund 100 Besucherinnen und Besucher ein, um vom Planungsdezernenten Marcus Gwechenberger begrüßt zu werden.  Das Netzwerk interviewte die Bewohnerinnen und Bewohner von :Uliba, die von der Zusammenarbeit mit der Wohnbaugenossenschaft Frankfurt (WBG) und der Lebenshilfe erzählten. Die Gruppe hatte damals Glück, da das Grundstück günstig von der WBG erworben werden konnte.

Marcus Gwechenberger gab zu, dass die hohen Finanzierungskosten momentan eine große Hürde und ihm die Wichtigkeit von Fördergeldern für alternative Wohnformen bewusst seien. Die Entwicklung von Förderprojekten sei ihm demnach ein Anliegen.

Auch die Lokalpresse berichtete. 

Über den Tag hinweg fanden zahlreiche anregende Gespräche in Gemeinschaftsräumen, auf Dachterrassen, in Gärten und auf den Baustellen statt. Teils wurden die Besucher:innen zu Besichtigungen eingeladen oder mit Getränken und Leckereien versorgt.

Die vom ADFC geführten Radtouren sowie die Bahntouren wurden gern genutzt und der Tag fand seinen Ausklang auf der Baustelle von der Gruppe sonara beziehungsweise mit Musik im Wohnprojekt Daheim am Berg.

Das Netzwerk-Team unterstützte vor Ort mit Ansprechpersonen und zählte über den Tag verteilt an die 1.200 Besuche.

Ein großer Andrang war auf dem Gelände des geplanten Mietwohnprojekts Kreuzerhohl zu verzeichnen, was deutlich macht, wie viel Interesse an neuen Möglichkeiten zum gemeinschaftlichen Wohnen besteht. Das Netzwerk bietet in den kommenden Wochen Gelegenheiten zur Vernetzung an, um die Gründung von Gruppen zu fördern.

Auch dieses Jahr geht ein herzliches Dankeschön an alle Gastgeberinnen und Gastgeber, die diese Veranstaltung ermöglichen. Der Tag zeigt die Vielfalt und Lebendigkeit sowie das Engagement, das in und um ein gemeinschaftliches Wohnprojekt entsteht. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Der nächste Tag des offenen Wohnprojekts wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 zum achten Mal in Frankfurt stattfinden. Mit der Infobörse am 21. September folgt in diesem Jahr noch eine weitere Möglichkeit sich in der Wohnprojekte-Szene auszutauschen.

Hier finden Sie weitere Fotos des Tages und nochmal das Programm.

Neue Wohngemeinnützigkeit

Das Bundeskabinett hat am 5.6.2024 den Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2024 beschlossen. Unter anderem wird das Thema "Wohnen" in der Abgabenordnung als gemeinnütziger Zweck ergänzt. Damit scheint die Neue Wohngemeinnützigkeit (NWG) umgesetzt zu werden. Die Hoffnung, dass diese neuen Regelungen den gemeinwohlorientierten Wohnungssektor stärken würden, ist noch verhalten. Grob bedeutet dies eine Steuererleichterung für Träger, die bezahlbaren Wohnraum schaffen.
Die gemeinnützige Arbeit unseres Netzwerks wird der Beschluss stärken, so viel ist sicher. Inwieweit die Neue Wohngemeinnützigkeit den gemeinschaftlichen Wohnprojekten zugute kommt, bleibt noch offen, bis weitere Details geklärt sind.
Die Stattbau Hamburg hat eine gute Übersicht über die politische Geschichte und Debatte der Wohngemeinnützigkeit zusammengestellt: Freihaus-Nr27-digital-web.pdf (stattbau-hamburg.de)

Deutscher Nachbarschaftspreis für engagierte Nachbarschaftsprojekte

Die nebenan.de Stiftung ist auch in diesem Jahr auf der Suche nach Projekten und Initiativen, die sich für lebendige und lebenswerte Nachbarschaften einsetzen und das gesellschaftliche Miteinander stärken. Vom 6. Juni bis zum 18. Juli 2024 können sich nachbarschaftliche Initiativen und Projekte aus ganz Deutschland bewerben und bis zu 5.000 Euro gewinnen.

Von inklusiver Nachbarschaftshilfe über Nachbar:innen, die ihr Viertel begrünen, bis hin zu Begegnungsprojekten zwischen älteren und jüngeren Menschen – der Deutsche Nachbarschaftspreis sucht nachbarschaftliches Engagement aus allen Lebensbereichen!

Weitere Informationen und Materialien zum Download

Bewerbungsphase für das DSEE-Programm 100xDigital geöffnet

Mit dem Programm 100xDigital unterstützt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt deutschlandweit 100 gemeinnützige Organisationen aus unterschiedlichen Engagement-Feldern beim digitalen Wandel. Der Fokus des Programms liegt auf einem ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklungsprozess innerhalb der Organisation und fördert die Umsetzung eines Digitalisierungsvorhaben inklusive der Prozessbegleitung, Fort- und Weiterbildungen und auch Vernetzung mit der 100xDigital-Community.

Bis zum 26. Juni können sich gemeinnützige Organisationen bewerben, die sich einer konkreten Herausforderung des digitalen Wandels stellen wollen.

Weitere Informationen und zur Online-Bewerbung

Auslobung des hessischen Demografie-Preises 2024

Die Hessische Staatskanzlei zeichnet 2024 zum 15. Mal Initiativen aus, die sich den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen.

Gesucht werden innovative Projekte zur Gestaltung der Herausforderungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum, die sich bereits bewährt haben.

Wenn Sie eine frische und innovative Idee erfolgreich umgesetzt haben und sie in einem der Themenfelder: Jugend, Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Fachkräfte und Familienfreundlichkeit, Innenentwicklung und Infrastruktur, Grundversorgung und Mobilität, Seniorinnen und Senioren oder Kultur und Tradition, verorten können, dann bewerben Sie sich bis zum 10. Juli 2024 beim Demografie-Preis.

Bewerben können sich Vereine, Stiftungen, Genossenschaften, Initiativen, Kirchen, Kommunen, gemeinnützige Einrichtungen und Unternehmen, die sich mit einem Projekt dafür einsetzen, dass es sich auch in Zukunft auf dem Land gut leben lässt.

Die Bewerbung kann online über ein Formular eingereicht werden, das Preisgeld beträgt insgesamt 24.000 Euro.

Hier finden Sie die Auslobung des Demografie-Preises 2024, ein kurzes Infoblatt sowie ein Muster des Online-Bewerbungsbogens.

Weitere Informationen