Grundlagen zu gemeinschaftlichem Wohnen

Welche Infos gibt es zu Konzeptverfahren bundesweit?

Konzeptverfahren für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen werden mittlerweile in vielen Städten und Gemeinden durchgeführt. Jährlich findet ein bundesweiter Erfahrungsaustausch statt, an dessen Organisation auch das Netzwerk Frankfurt beteiligt ist. Die Veranstaltungen wurden dokumentiert:

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. und der Regionalstellen.

Wie ist der Beirat zusammengesetzt, der im Konzeptverfahren zu den Konzepten berät?

Im Konzeptverfahren unterstützt ein Beirat bei der Bewertung der eingereichten Konzepte. Der Beirat setzt sich aus folgenden Personen bzw. ihren jeweiligen Vertreter:innen zusammen:

  • jeweils ein:e Stadtverordnete:r aus den drei größten Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung
  • Ortsvorsteher:in
  • Fachdezernent:in
  • Vertreter:in des Stadtplanungsamtes
  • Vertreter:in der Bauaufsicht
  • Vertreter:in des Amts für Wohnungswesen
  • Vertreter:in der Stadtentwicklungsgesellschaft bzw. der Eigentümerin (ABG oder Dritte)
  • Externe:r Expert:in für Stadtentwicklung (z.B. Stadtteilarchitekt, Mitglied des  Städtebaubeirats etc.)
  • Externe:r Expert:in für gemeinschaftliche Wohnprojekte (z.B. Vertreter:in aus realisierten Wohnprojekten in Frankfurt oder der Region)
  • Leiter:in der Koordinations- und  Beratungsstelle des Netzwerks Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. in beratender Funktion

Wie wird das passendste Projekt ausgewählt?

Nachdem sich die Wohninitiativen mit ihren Konzepten beworben haben, unterstützt ein Beirat bei der Bewertung der Konzepte. Die besten sieben Bewerber:innen werden zu einer Projektpräsentation eingeladen. Erst nach dieser persönlichen Vorstellung fällt die endgültige Entscheidung für das beste Konzept.

Wie läuft das Konzeptverfahren ab?

Infos zum Verfahrensablauf erhalten Sie hier.

Wie können sich Wohninitiativen am Konzeptverfahren in Frankfurt beteiligen?

Möchten Sie als gemeinschaftliche Wohninitiative auf dem Laufenden bleiben und stets die aktuellen Informationen erhalten, sobald sich eine neue Liegenschaft abzeichnet? Dann sollten Sie sich beim Netzwerk registrieren lassen und unseren Newsletter abonnieren. Weitere Informationen zum Verfahren finden Sie hier.

Was ist der Frankfurter Baulandbeschluss?

Im Baulandbeschluss für eine sozial gerechte Stadtentwicklung werden die Grundlagen und das Vorgehen der Stadt Frankfurt bei künftigen Wohnbaulandentwicklungen festgelegt. 2020 wurde dieser Beschluss verabschiedet. Die explizite Quote für gemeinschaftliches Wohnen – 15 % der Fläche in Neubaugebieten per Konzeptverfahren – gibt Perspektiven für Wohninitiativen und unterstreicht die Bedeutung dieser Wohnform. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Stadtplanungsamtes der Stadt Frankfurt am Main.

Was ist das Frankfurter Konzeptverfahren?

Das Frankfurter Konzeptverfahren wurde für selbstorganisiertes, gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen entwickelt. Es ist ein Instrument zur Umsetzung von wohnungspolitischen als auch umwelt- und/ oder stadtentwicklungspolitischen Zielen. Durch die Vergabe zum Festpreis an nicht profitorientierte Träger wird der ungebremste Preiswettbewerb verhindert, der drastisch steigende Kauf- und Mietpreise zur Folge hat. Stattdessen werden dauerhaft beständige Wohnkosten erzielt.

Das Frankfurter Konzeptverfahren wurde 2016 eingeführt, um auf den wachsenden Bedarf an innovativen Wohnformen angesichts veränderter Lebensmodelle, Wohnbiographien und des demographischen Wandels reagieren zu können. Durch die Einführung des Frankfurter Baulandbeschlusses 2020 ist das Frankfurter Konzeptverfahren ein wichtiger Baustein in der Entwicklung von Neubaugebieten.

Weitere Informationen zum Ablauf des Verfahrens finden Sie hier. Über aktuelle Ausschreibungen und vergangene Verfahren können Sie sich hier informieren.

Was ist ein Konzeptverfahren?

Wenn Liegenschaften für gemeinschaftliche Wohnprojekte oder Baugruppen ausgeschrieben werden und nicht der höchste Preis ausschlaggebend ist, sondern das beste Konzept, dann spricht man von Konzeptverfahren. Das Gebäude bzw. die Fläche wird in diesem Prozess zum Festpreis an einen gemeinwohlorientierten Träger vergeben. Das Verfahren kann als „Wettbewerb der Ideen“ für eine gemeinschaftliche Nutzung einer Liegenschaft beschrieben werden.

Filtern nach

Thema

Thema
  • Gemeinschaftliches Wohnen (4)
  • Rechtsformen und Finanzierung (3)
  • Konzeptverfahren (8)
  • Fachkontakte und Anlaufstellen (2)
  • Erbbaurecht (5)
  • Genossenschaften (5)
Telefonsprechzeiten:
Montag 11:00-13:00 Uhr
Donnerstag 11:00-13:00 Uhr