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Frankfurter Infobörse


Sie interessieren sich für gemeinschaftliches Wohnen und möchten herausfinden, wie Wohnen anders gedacht werden kann?

Rückblick: die 20. Infobörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen

Am 26. September 2026 fand die Frankfurter Infobörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen zum 20. Mal statt. Über die Jahre ist die Infobörse stetig gewachsen und hat sich zum wichtigen Treffpunkt für Vernetzung, den Austausch von Wissen und Erfahrungen und den Start von Kooperationen entwickelt. Sie zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel zivilgesellschaftliches Engagement und Know-how für gemeinwohlorientiertes Wohnen in Frankfurt vorhanden sind. Rund 400 Besucher:innen informierten sich, knüpften Kontakte und tauschten sich mit Wohninitiativen, bereits realisierten Projekten, Banken, Stiftungen, städtischen Ämtern und weiteren Unterstützer:innen aus. Zum 20. Jubiläum zeigte eine Ausstellung, wie sich die Infobörse entwickelt und über die Jahre auch verändert hat. Unverändert ist bis heute die gute Zusammenarbeit von Amt für Wohnungswesen und Netzwerk Frankfurt, die gemeinsam die Infobörse organisieren.

Dieses Jahr lautete das Motto: „Der schönste Raum im Haus gehört der Gemeinschaft“. Denn dort, wo Menschen zusammenkommen, entstehen Begegnung, Austausch und Gemeinschaft. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gemeinschaftliches Wohnen lebendige, nachhaltige und gemeinwohlorientierte Quartiere fördern kann.

Zum Auftakt gab der Planungsdezernent für Planen, Wohnen und Personal, Prof. Dr. Marcus Gwechenberger, einen Ausblick auf die Chancen für gemeinschaftliches Wohnen in Frankfurt. In mehreren neuen Wohngebieten, unter anderem in Nieder-Erlenbach, entstehen Möglichkeiten für gemeinschaftliche Wohnprojekte. Dabei betonte er den wichtigen Beitrag gemeinschaftlicher Wohnprojekten zur Demokratie. Anschließend veranschaulichte Anne Krins von der Mitbauzentrale München anhand verschiedener Beispiele, wie gemeinschaftliche Wohnprojekte und lebendige Erdgeschosszonen das Zusammenleben im Quartier stärken.

Unter dem Titel „Neubaugebiete brauchen gemeinwohlorientiertes Bauen – wir zeigen, wie es geht!“ diskutierten Prof. Dr. Marcus Gwechenberger und Anne Krins mit Andrea Schemm (Vorständin der Genossenschaft Z.WO), Ferdinand Borchmann-Welle (TING-Projekte) sowie Anton Welke (GLS ImmoWert). Auf dem Podium herrschte Einigkeit darüber, dass gemeinschaftliche Wohnprojekte trotz unterschiedlicher Organisationsformen einen besonderen Mehrwert für Quartiere schaffen. Sie sind häufig Vorreiter klimafreundlicher Lebensstile, bringen Vielfalt ins Quartier und gestalten nicht nur ihre Häuser, sondern auch die Freiräume und Nachbarschaften positiv mit. Um gemeinwohlorientierte Projekte leichter umzusetzen, braucht es vor allem klare und unkomplizierte Planungs- und Baubedingungen, die Bereitschaft für modellhafte Lösungen (wie seinerzeit die Einführung von Mobilitätskonzepten) sowie zinsgünstige oder zinslose Darlehen. Obwohl Genossenschaften grundsätzlich Anspruch auf Förderprogramme wie das KfW-Programm 134 haben, verweigern viele Geschäftsbanken die Umsetzung. Daher wurde angeregt, dass die landeseigene WI-Bank die Durchleitung übernimmt und Investitionen in den genossenschaftlichen Wohnungsbau ermöglicht.

Die heute besseren Rahmenbedingungen für gemeinschaftliches Wohnen in Frankfurt sind auch das Ergebnis langjährigen Engagements. Bereits 2014 setzte sich das Netzwerk gemeinsam mit seinen Mitgliedern für die Einführung von Konzeptverfahren ein, 2019 folgte der Baulandbeschluss. 2021 startete die Landesberatungsstelle und wichtig war auch die Kampagne zur Senkung des Erbbauzinssatzes.

Dass sich strukturelle Veränderungen oft über viele Jahre erstrecken, zeigt der vor über 15 Jahren gestartete Leerstandsmelder. Die städtebauliche Forderung besteht fort: Wir brauchen Wohnungsbau und städtebauliche Strukturen, die klimafreundliche Lebensstile fördern.

Mit Nieder-Erlenbach und dem Klimaquartier Hilgenfeld eröffnen sich aktuell weitere Chancen für gemeinschaftliches Wohnen. Zum Hilgenfeld fanden daher im Rahmen der Infobörse zwei Vernetzungstreffen zum gegenseitigen Kennenlernen statt.

Auch die nächste Frankfurter Infobörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen wird vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen gemeinsam mit dem Amt für Wohnungswesen organisiert. Sie findet im Herbst 2027 statt.

Datum: 26.09.2026
Uhrzeit: 11 bis 17 Uhr
Ort: Planungsdezernat
Kurt-Schumacher-Str. 10,
Frankfurt

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Programm

10.00 – 12.00 UHR

BÜHNENPROGRAMM

"Gemeinschaftlichen Luxus schaffen – Meilensteine gestern, heute, morgen"
– mit dem Amt für Wohnungswesen, dem Dezernat für Planen und Wohnen und dem Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen

Das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen feiert in diesem Jahr 20-jähriges Vereinsbestehen. Fast ebenso lange wird auch die Infobörse veranstaltet, die schon mit der ersten Veranstaltung das große Interesse und den hohen Bedarf an gemeinschaftlichen Wohnformen sichtbar machte.

Anlässlich des Vereinsjubiläums eröffnet die diesjährige Infobörse mit einem Bühnenprogramm, das die Entwicklung des gemeinschaftlichen Wohnens in Frankfurt beleuchtet – gestern, heute und morgen. Das Netzwerk Frankfurt blickt dabei auf Meilensteine, Erfolge, Herausforderungen und Enttäuschungen, das Amt für Wohnungswesen stellt aktuelle Chancen und Möglichkeiten vor, und das Dezernat für Planen und Wohnen gibt einen Ausblick auf die Stadt von Morgen und konkrete wohnungspolitische Ziele.

12.00 – 16.00 UHR
AUSTAUSCH UND VERNETZUNG AN ÜBER 30 INFOSTÄNDEN
An den Infoständen können Sie sich über gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen informieren und mit folgenden Projekten, Initiativen und Organisationen ins Gespräch kommen:
  • Altes Neuwirtshaus
  • Architects for Future
  • BeTrift in Niederrad (Wohngeno eG)
  • Comunal/ Alle Räume Architekten
  • CreativHäuser eG
  • Dachgeno Rhein Main
  • Die Kooperative eG
  • Doppelpunkt Uliba e.V.
  • fipa Finanzierungspartner GmbH
  • Gemeinsam am Brentanopark e.V.
  • Gemeinsam Suffizient Leben e.V.
  • GIMA Frankfurt eG
  • GLS Bank eG
  • GoN ARTgenossen e.V. für das 'Miethaus Hilgenfeld'
  • Hausprojekt Kolle
  • HESTIA
  • KEG Konversionsgrundstücksgesellschaft mbH
  • Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen
  • LaRo5
  • Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V.
  • OEKOGENO eG, OEKOGENO SWH. und OEKOGENO VieLe
  • sonara eG
  • St. Katharinen- und Weißfrauenstift
  • Stiftung trias
  • TING Projekte GmbH & Co. KG
  • TÜR AN TÜR - gemeinsam wohnen e. V.
  • UmweltBank AG
  • Wir.Raum.OF e.V.
  • Wohnen im Alter e. V. 
  • WohnKULTUR
  • Wohnprojekt Daheim am Berg DaB e. V.
  • Wohnrauminitiative Frankfurt RheinMain e.V. (WIF)
  • WohnTRaum e.V. und Arbeitsgemeinschaft der Wohnprojekte für den Kulturcampus Frankfurt
  • WohnVision Bergstraße e.V./ Projektgruppe „WirZuHaus“

+ Gemeinschaftsstand städtischer Ämter

12.15 UHR & 14.30 UHR

VERNETZUNGSTREFFEN FÜR NEUINTERESSIERTE

Angeleitet vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen können Sie sich als (Neu)Interessierte gegenseitig kennenlernen und erste Schritte und Methoden zur Gruppengründung ausprobieren.

10.00 – 16.00 UHR

BETREUTE SPIELECKE FÜR KINDER

Eindrücke der letzten Infobörsen

Fotos der 19. Infobörse in 2025

Video der 17. Infobörse in 2023

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