Projekt:
KOMM Ambulante Dienste e.V.
Rasim Kohaupt
Beate Schmitt
Tel.: 069 - 713 74 770
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Initiative selbstbestimmtes Wohnen

Selbstbestimmtes Leben und Wohnen für Menschen mit und ohne Behinderung

Wohnen als Schritt in die Selbstständigkeit

Das Leben in einem Heim, das mag sich keiner von ihnen vorstellen. Sind sie doch integrativ aufgewachsen, haben Kindergarten und Schule besucht. Manchmal gar schon einen Arbeitsplatz kennen gelernt. Was die jungen Erwachsenen mit unterschiedlichen Behinderungen noch lernen müssen, ist das selbstbestimmte Leben außerhalb des Elternhauses. Wie sie sich allein oder in der Gruppe zurechtfinden können.

Deshalb gibt es die Initiative Selbstbestimmtes Wohnen. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von jungen, behinderten Erwachsenen und deren Eltern oder Unterstützern in Kooperation mit dem Verein KOMM Ambulante Dienste.

Regelmäßige „Wohntreffen“ bieten den jungen Erwachsenen ein ausgefeiltes Training. Daran arbeiten Eltern und Unterstützer, die diese Initiative 2001 gegründet haben. Den Jugendlichen soll klar werden: Wie möchten sie später wohnen? In einer Wohngemeinschaft, einer Hausgemeinschaft, gar alleine? Natürlich haben sie ein Bedürfnis nach Unterstützung. Aber sie wünschen sich auch ein Leben, das normal ist. So normal wie möglich. Ohne allzu viel professionelle Hilfe. Am besten wäre es, sie finden ein Wohnmo- dell mit einem tragfähigen sozialen Netzwerk, in dem nachbarschaftliche Unterstützung den Alltag erleichtert. Vielleicht in einer Wohn- oder Hausgemeinschaft, in der alle gleichberechtigt sind und sich die Aufgaben je nach Fähigkeiten aufteilen. Barrierefrei müssten diese Wohnungen sein, eine gute Verkehrsanbindung haben und in einem stabilen sozialen Umfeld liegen. Dann könnten sich die ambulanten Dienste von KOMM um die individuelle Unterstützung kümmern, im Alltag, im Freizeitbereich, auch in Konfliktsituationen.

Ein erstes Projekt mit fünf behindertengerecht umgebauten Appartements existiert bereits. Es heißt „Wohnen im Übergang“ und wurde gemeinsam mit dem Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe im Pflegeheim Bockenheim hergerichtet für junge Erwachsene mit Lernschwierigkeiten. Jan, einer der Bewohner ist bereits in ein gemeinschaftliches Wohnprojekt auf dem Naxosgelände umgezogen. Seine Nachbarn kannte er schon und war sich sicher, dass das gemeinschaftliche Wohnen für ihn genau das Richtige ist. Ein weiterer Bewohner wird voraussichtlich Ende 2017/Anfang 2018 in ein gemeinschaftliches Wohnprojekt mit einem Freund ziehen.

Die Initiative sucht nach wie vor nach geeigneten Objekten, Bauträgern und Kooperationspartnern – damit diese Art des selbstbestimmten Wohnens selbstverständlich werden kann.