ENGLISH

Aktuelle Meldungen

Rückblick Mitgliederversammlung 2026

24. April 2026

Am Mittwoch, dem 22. April fand die Netzwerk-Mitgliederversammlung 2026 und die damit verbundene Vorstandswahl statt.

Neu gewählt in den Vorstand des Netzwerks wurden

Lene Oldopp, als Architektin und Stadtplanerin setzt sie sich seit vielen Jahren mit gemeinwohlorientierten Wohnformen auseinander. Ihr Fokus liegt auf dem Umgang mit dem Bestand. Aktuell arbeitet sie in der kommunalen Stadtentwicklung und Bauberatung und bringt dieses Wissen ins Netzwerk ein.

Andreas Obst, im Jugendamt und als Supervisor tätig, setzt sich dafür ein, benachteiligten Gruppen den Zugang zu Wohnprojekten zu erleichtern. Auch persönlich verfolgt er die Idee in einem Wohnprojekt leben zu wollen und ist selbst Mitglied einer Wohnprojektinitiative.

Florian Bohn, seit 2020 Teil des Wohnprojekts Kolle und in der Verwaltung einer gewerkschaftsnahen Organisation sowie als Bildungsreferent tätig. Ein verbindendes Thema seiner Arbeit ist die Demokratisierung zentraler Lebensbereiche, wie Wohnen, Arbeiten und Lernen.

Die bisherigen Mitglieder Heidi Weinrich und Ludwig Weiler wurden wiedergewählt. Vorstandsmitglieder Barbara Reuter und Veronika Czech blieben weiterhin im Amt. Wir freuen uns sehr über den Zuwachs im Vorstand und darauf, ab sofort in neuer Organisationsform – soziokratisch – zusammenzuarbeiten.

Auch das Team wurde erweitert. Seit März wird die Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen durch die Werkstudentin Milena Grösch unterstützt und seit April ist Tabea Bentlage ebenfalls als Werkstudentin mit in der Koordinations- und Beratungsstelle Frankfurt tätig.

Im Laufe des Abends stellten Team und Vorstand die Entwicklungen des Netzwerks im Tätigkeitsbericht 2025 vor:

Die Zahl der Netzwerk-Mitglieder und der realisierten Projekte stieg im Jahr 2025 weiter an. Zwei Wohnprojekte stellten ihren Neubau fertig und konnten den Einzug feiern. Für Wohninitiativen und Projekte im Bau sind Zinsen, Baukosten und hohe Bodenpreise nach wie vor herausfordernd für die Umsetzung.

Eine Strukturförderung für gemeinschaftliches Wohnen kann seit Ende 2025 Wohninitiativen in der Anfangsphase einen Anschub geben, beispielsweise bei Gruppengründungsprozessen oder der ersten Beauftragung eines Architekturbüros.

Team und Vorstand widmeten sich verstärkt dem Thema "Wohnen im Alter" und erhielten dafür ehrenamtliche Unterstützung: so konnte eine Studie, ein Themenabend und eine Gesprächskreis-Reihe angestoßen werden.

Auch gemeinschaftliche Mietmodelle wurden im Netzwerk mehr in den Fokus genommen: so fanden Workshops zu Generalmietverträgen statt. Außerdem wurde ein erfolgreiches Konzeptverfahren für ein Mietmodell mit der Stiftung St. Katharinen- und Weißfrauenstiftung als Bauherrin durchgeführt, das die Netzwerk-Mitgliedsgruppe Wohnbar:FFM nun beleben darf.

Abweichend zum Konzeptverfahren unterstützte das Netzwerk auch bei verschiedenen anderen Grundstücksvergabeverfahren. So wurde das Reprivatisierungsverfahren in der Wittelsbacherallee gemeinsam mit der Stadt vorbereitet.

Die zahlreichen Veranstaltungsformate, die das Netzwerk jährlich bietet, wurden erfolgreich weitergeführt, darunter der 8. Tag des offenen Wohnprojekts mit 16 beteiligten Wohnprojekten sowie die Infobörse für gemeinschaftliches Wohnen mit rund 40 Infoständen.

Auch externe Kooperationen, wie die Aktionswochen Älterwerden, VHS-Veranstaltungen, Tag der offenen Tür im Röber, DGB Bildungsurlaub und viele überregionale Events unterstützten die Weiterentwicklung und -verbreitung der Szene für gemeinschaftliches Wohnen.

Die Landesberatungsstelle verzeichnete als Highlight in 2025 den gut besuchten Sommer der Wohnprojekte mit 70 Veranstaltungen in ganz Hessen und erzielte Erfolge bei der Förderrichtlinie "Hessengeld", sodass diese auch für gemeinschaftliche Wohnprojekte angewendet werden kann.

Wir freuen uns, dass die Förderung beider Institutionen – Netzwerk Frankfurt und Landesberatungsstelle Hessen – fortgeführt wird!

Als Ausblick für 2026:

Das Fokusthema "Wohnen im Alter" wird 2026 durch neue Projekte weiter bearbeitet.

Die Mobilisierung von Liegenschaften für gemeinschaftliche Wohnprojekte wird mit die größte Herausforderungen für das Netzwerk darstellen.

Politisch bleiben wir an der konsequenten Umsetzung des Baulandbeschlusses dran und an einem zweiten Förderbaustein für das gemeinwohlorientierte Bauen.

Die Landesberatungsstelle wird im Herbst eine Online-Fachtagung veranstalten.

Veranstaltungen, wie der Tag des offenen Wohnprojekts am 9. Mai oder die Infobörse am 26. September, werden über die Website und über den Newsletter kommuniziert.

 

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung ließen wir den Abend mit allen anwesenden Netzwerk-Mitgliedern mit Gesprächen, Getränken und Snacks ausklingen.

Vielen Dank für die gemeinsame Arbeit und Unterstützung!