Carolin Holzer

Wie treffen gemeinschaftliche Wohninitiativen und Wohnprojekte Entscheidungen?
Gilt das Mehrheitsprinzip und eine Abstimmung bringt das Ergebnis?
Oder wird so lange diskutiert, bis alle einverstanden sind und Konsens hergestellt ist?

Oder hat man sich bei der Entscheidungsfindung auf die Methoden Konsent und Soziokratie geeinigt.

Dabei hat sich kein Tippfehler eingeschlichen, wir sprechen von Konsent. Der Unterschied:

Konsens: Die Entscheidung ist getroffen, wenn alle dafür sind.
Konsent: Die Entscheidung wird getroffen, wenn nichts mehr dagegen spricht.

Die Soziokratie ist ein Organisationsmodell, bei dem die Beteiligten ein hohes Maß an Mitbestimmung haben. Alle Grundsatz- und Rahmenentscheidungen werden gemeinsam im Konsent getroffen, d.h. keiner hat einen schwerwiegenden Einwand im Hinblick auf das gemeinsame Ziel.

Es gibt immer mehr gemeinschaftliche Wohnprojekte, die mit dieser Art der Entscheidungsfindung gute Erfahrungen machen. Deshalb möchten wir diese Methoden beim nächsten Themenabend vorstellen und haben dafür Carolin Holzer eingeladen.

Sie gehört zum Vorstand der Genossenschaft Z.WO eG, die jüngst in Mainz per Konzeptverfahren ein Baufeld erhalten hat, um demnächst das erste Wohnprojekt von Z.WO eG zu bauen. Darüber hinaus ist sie Kommunikationsdesignerin und Systemische Beraterin für Organisationen und begleitet Teams in komplexen Transformationsprozessen. Sie erläutert uns mit umfassenden Methodenkenntnissen aus den Bereichen Kommunikation, Co-Creation, Konzeption und Beratung beim Themenabend, wie Konsent und Soziokratie für Wohngruppen nützlich sind.

Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht nötig.

19.06.2019 | 19:00 Uhr | Adickesallee 67/69