Wohnrauminitiative Frankfurt gewinnt Konzeptverfahren für Teilfläche im Hilgenfeld

Seit Juli konnten sich gemeinschaftliche und genossenschaftliche Projekte für die erneut ausgeschriebene Teilfläche im Neubauquartier Hilgenfeld mit ihrem Konzept bewerben. Der Beirat aus Expertinnen und Experten zum Thema Bauen und Wohnen entschied sich nun einstimmig für das Wohnprojekt „ein Haus für Auszubildende“ der Wohnrauminitiative Frankfurt (WIF).

Von den voraussichtlich rund 850 Wohneinheiten, die am Hilgenfeld entstehen, wurden 15 Prozent für das gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnen vorgehalten. Auf dem Grundstück sollen circa 1300 Quadratmeter Bruttogrundfläche als Wohnprojekt realisiert werden. In direkter Nachbarschaft entstehen die vier weiteren gemeinschaftliche Wohnprojekte, was die Lage besonders interessant macht, da Synergien genutzt werden können.

Die WIF will bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende schaffen und mit den Konzepten des gemeinschaftlichen Wohnens realisieren. Damit ermöglichen sie den Wunsch der oft jungen Menschen, in Gemeinschaft mit Gestaltungsspielräumen zu leben, statt in überteuerten, möblierten Einzimmerapartments ohne soziale Anbindung.

Das Wohnprojekt wird in Zusammenarbeit mit der ABG Frankfurt Holding starten. Baubeginn soll in der zweiten Jahreshälfte 2023 stattfinden.

Zur Pressemitteilung der Stadt Frankfurt am Main
Zur Website der Wohnrauminitiative (WIF)

Das Netzwerk begleitet und unterstützt die Wohnprojektgruppen insbesondere in der Anhandgabephase.

Zu vergangenen Ausschreibungen und kommenden Neubaugebieten

 

Rückblick Mitgliederversammlung und Vorstandswahl 2022

Am Mittwoch, den 15. Juni fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Netzwerks wieder in Präsenz statt. Team und Vorstand stellten die Entwicklungen des Netzwerks im Geschäftsbericht von 2021 vor. Mit den neuen Projekten der Landesberatungsstelle und der GIMA wurden auch die Arbeitsfelder zahlreicher und vielfältiger. Das Team der Geschäftsstelle ist daher im vergangenen Jahr personell gewachsen. Auch die Herausforderungen für Wohninitiativen nahmen nicht nur durch die Corona-Zeit (weniger Begegnungen, weniger Öffentlichkeitsarbeit etc.), sondern auch durch die steigenden Baukosten zu. Das Netzwerk fordert für die Wohninitiativen verbesserte Rahmenbedingungen für gemeinschaftliche Wohnprojekte und ist dazu mit der Stadt, aber auch hessen- und bundesweit mit Partnerorganisationen in Austausch.

Neben der bestehenden Vorstandsvorsitzenden Barbara Reuter und der Wiederwahl von Ludwig Weiler und Noria Bellouch erweiterte sich auch der Vorstand: einstimmig wurden Heidi Weinrich und Alexander Wagner gewählt.

Zum Abschluss gab es einen ersten Fernseh-Beitrag der GIMA (hier nachschauen!) und einen schönen Ausklang bei Kaltgetränken und sommerlicher Atmosphäre mit allen anwesenden Netzwerk-Mitgliedern.

Vielen Dank für den schönen Abend und die Unterstützung!