Basisinformationen zum Konzeptverfahren

Konzeptverfahren sind stadtentwicklungspolitische Instrumente zur Stärkung gemeinschaftlichen Wohnens. Grundlegende Informationen zum Instrument Konzeptverfahren finden Sie hier.

Das Frankfurter Konzeptverfahren wurde für selbstorganisiertes, gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen entwickelt. Es ist ein effektives Instrument, um die Umsetzung von wohnungspolitischen als auch umwelt- und stadtentwicklungspolitischen Zielen zu garantieren. Zusätzlich verhindert es den ungebremsten Preiswettbewerb, der steigende Kauf- und Mietpreise zur Folge hat. Stattdessen werden dauerhaft beständige Wohnkosten erzielt.

Die Stadt Frankfurt hat ein Verfahren beschlossen, an dem sich selbstorganisierte, gemeinschaftliche Wohninitiativen per Konzept an Ausschreibungen beteiligen können. Das Verfahren kann auf Liegenschaften der Stadt, des Liegenschaftsfonds, der ABG Frankfurt Holding oder anderen Eigentümer:innen angewandt werden und wird mit dem Frankfurter Baulandbeschluss in die Frankfurter Quartiersentwicklung eingebunden.

Zum Registrierungsbogen
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Wie läuft das Konzeptverfahren ab?

Konzeptverfahren Suche nach Liegenschaften

1. Prüfung der Liegenschaft

Sobald eine Liegenschaft für Wohninitiativen in Betracht kommt, erarbeitet die KEG/BSMF ein Exposé, eine Bauvoranfrage und beauftragt die kommunale Wertermittlung mit der Bestimmung des Verkehrswerts.

Konzeptferfahren Besprechung im Arbeitskreis

2. Öffentlichkeitsinformation

Das Netzwerk benachrichtigt alle registrierten Wohninitiativen über die Liegenschaft. Zeitnah findet eine Auftaktveranstaltung statt und die Ausschreibungsfrist von drei Monaten beginnt.

Konzeptverfahren Bewerbungsphase

3. Bewerbung

Daraufhin erarbeiten die Gruppen ihre Bewerbungen. Welche Unterlagen einzureichen sind, finden Sie beispielhaft unter Ausschreibungen.

Konzeptverfahren Prüfung und Auswahl

4. Prüfung der Bewerbungen

Die eingereichten Bewerbungen werden geprüft. Ein einberufener Beirat bewertet nach vorab festgelegten Kriterien: Plausibilität, soziale Aspekte, Einfluss des Wohnprojektes auf das Quartier, beständige Wohnkosten, Innovationsgehalt, Umsetzungsreife, Finanzierbarkeit und Kooperationspartner:innen.

Konzeptverfahren Vorstellung der Konzepte

5. Vorstellung der Konzepte

Die vielversprechendsten Konzepte werden ausgewählt und zu einer persönlichen Vorstellung vor dem Beirat eingeladen. Die Wohninitiativen sollten mit möglichst vielen künftigen Bewohner:innen teilnehmen. Der Beirat empfiehlt im Anschluss der städtischen Verwaltung eine Entscheidung.

Konzeptverfahren Anhandgabephase

6. Anhandgabephase

Zwischen der ausgewählten Wohninitiative und der Stadt Frankfurt bzw. dem/der Eigentümer:in wird ein Vorvertrag geschlossen, der in der Regel eine einjährige Anhandgabe vorsieht. Diese Zeit soll die Gruppe nutzen, um zu wachsen, die Finanzierung und architektonische Gestaltung zu klären sowie eine Baugenehmigung zu erhalten, um nach dem Jahr den Kauf- oder Erbpachtvertrag abzuschließen.

Wie können sich Wohninitiativen beteiligen? – Registrierungsbogen!

Anstehende Konzeptverfahren werden unter Ausschreibungen auf der Webseite des Netzwerks und von der Stadt Frankfurt öffentlich bekannt gemacht. Wenn Sie stets die aktuellen Informationen erhalten wollen, können Sie sich diesen Registrierungsbogen zum Konzeptverfahren herunterladen und beim Netzwerk Frankfurt hinterlegen. Wir schicken Ihnen dann aktuelle Informationen zu.

Download Registrierungsbogen
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Bitte beachten

  • Sobald sich eine Ausschreibung abzeichnet, werden alle registrierten Wohninitiativen regelmäßig informiert. Dies ist als Service-Angebot zu verstehen. Um sich auf eine Ausschreibung zu bewerben, ist die Registrierung keine zwingende Voraussetzung, denn die Stadt Frankfurt macht die Ausschreibungen auch öffentlich bekannt.
  • Es können sich auch Gruppen oder Initiativen registrieren lassen, die nicht Mitglied im Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. sind.

Rechtliche Grundlagen

Sind Sie Eigentümer:in einer Liegenschaft?

Sie besitzen eine Liegenschaft und wollen diese gerne in gemeinwohlorientierte Nutzung bringen?  Stellen Sie ihr Angebot auf unseren Marktplatz ein oder kontaktieren Sie uns oder folgende Anlaufstellen:

KEG

KEG – Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH

Die KEG wurde 1995 als Stadtentwicklungsgesellschaft gegründet und ist Verwalterin des Liegenschaftsfonds. Ihre Aufgabe ist die Umnutzung und Sanierung von Objekten zur Wohnnutzung oder zu sozialen/kulturellen Nutzungen sowie auch Neubaugeförderter Wohnungen. Ihre Aufgabe ist es, städtische Missstände aufzudecken Liegenschaften zu mobilisieren und aufzukaufen. Mehr ...

BSMF

Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH

Die BSMF ist ein interdisziplinär besetztes Architektur- und Ingenieurbüro, das die Voruntersuchungen für die im Konzeptverfahren ausgeschriebenen Liegeschaften durchführt und im Anschluss ein Exposé erstellt. Darüber hinaus steuert die BSMF die Konzeptverfahren. Mehr ...

Genossenschaftliche Immobilienagentur Frankfurt am Main eG iG (GIMA Frankfurt)

Genossenschaftliche Immobilienagentur (GIMA)

Die GIMA Frankfurt ist eine Anlaufstelle für sozialverträgliche und gemeinwohlorientierte Hausverkäufe. Um bezahlbare Mietwohnungsbestände bei Verkäufen zu erhalten, bringt sie Eigentümer:innen, Bewohner:innen und gemeinwohlorientierte Immobilienunternehmen zusammen. So können verantwortungsvolle Eigentümer:innen ihre Häuser in gute Hände geben.Das Netzwerk und die Stadt Frankfurt arbeiten beim GIMA-Projekt zusammen. Mehr ...

Telefonsprechzeiten:
Montag 11:00-13:00 Uhr
Donnerstag 11:00-13:00 Uhr